Die Konkurrenz unter den Unternehmen ist für die Betreiber eine ständige Herausforderung. Der Wettbewerb kann sich im nahen Umfeld abspielen oder sich global darstellen, in jedem Fall müssen Unternehmer auf Konkurrenz reagieren. Der Zweck von Handel, Industrie und Gewerbe ist das Verdienen von Geld. Damit sich ein Geschäftserfolg und Erlöse einstellen, müssen die Unternehmen auf Bewegungen und Trends der Märkte reagieren. Die besten Voraussetzungen für gute Geschäfte haben dabei diejenigen Unternehmen, die sich sehr frühzeitig auf neue Verhältnisse einstellen und sie vielleicht sogar selbst herbeiführen. Das Nachsehen haben stets die Unternehmen, die erst die Veränderung der Verhältnisse abwarten und dann ihre Verhaltensweisen daran ausrichten. Die langfristige Planung der eigenen Geschäfte und ihres Inhaltes wird als Business Development bezeichnet.

Die Entwicklung eines neuen Marktes

Business Development als strategisches Werkzeug kümmert sich um die Entwicklung eines Geschäftsfeldes und nicht um die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens in der jetzigen Situation. Im Extremfall kann diese Geschäftsfeldplanung einen völlig anderen Unternehmenszweck erzeugen, wie er vor einigen Jahren beim Stahlröhrenproduzenten Mannesmann vollzogen wurde. Die Stahlverarbeitung wurde wegen der zu zahlreichen Konkurrenz vollständig eingestellt und als neues Geschäftsfeld wurde die junge Technologie des Mobilfunks aufgenommen. Das kränkelnde Unternehmen wurde durch die Neuausrichtung zu einem der erfolgreichsten Provider überhaupt und gehört heutzutage der Vodafone AG. Mit Business Development als strategisches Werkzeug werden im aktuellen Geschäftsumfeld lediglich die Weichen für die Zukunft gestellt, unmittelbare Auswirkung auf aktuelle Umsatzzahlen werden damit nicht erzeugt.

Maßnahmen für Business Development

Durch die Mitarbeiter in einem Projekt zum Business Development wird für das neue Geschäftsfeld eine Analyse der benötigten Rahmenbedingungen vorgenommen. Die benötigte Infrastruktur in Fabrikationsanlagen, die Ausbildung der erforderlichen Arbeitskräfte, die Bezugsquellen der benötigten Rohstoffe oder Zulieferteile gehören dazu. Damit die Produkte des neuen Geschäftsfeldes genutzt und gekauft werden, muss den Kunden die Möglichkeit zur Nutzung gegeben werden. Ein gutes Beispiel ist der Beginn der Elektromobilität. Die Autohersteller haben immer mehr Elektroautos im Angebot, gekauft werden sie jedoch wegen der eingeschränkten Nutzbarkeit kaum. Die Entwicklung nötiger Infrastruktur läuft auf Hochtouren, hinkt jedoch hinterher. Den gleichen Zustand konnten Kunden vor einigen Jahren bei der Verbreitung von Autogasanlagen beobachten. Zunächst gab es kaum Tankstellen für den neuen Treibstoff, aktuell ist das kein Thema mehr.

Langfristige Perspektiven verfolgen

Im Business Development werden vorausschauend Märkte analysiert und durch gezielte Werbung und Marketingmaßnahmen auf neue Produkte vorbereitet. Unternehmensberatungen und Politik haben daran wesentlichen Anteil. Die Vorbereitung der Öffentlichkeit bei großen Projekten wie zum Beispiel der Energiewende kann nicht ohne Politik geleistet werden. Überschaubare Vorhaben wie zum Beispiel das Wecken eines Bedarfes für Einzelprodukte erledigt das Business Development der Unternehmen allein. Der Hype um die Iphones und den Hersteller ist vor allem einer erstklassigen Imagekampagne zu verdanken und nicht der überragenden Funktionalität der Geräte. Die anfängliche Neuerung der Bedienung ist längst verflogen und dennoch wird jedes neue Gerät von der Kundschaft gefeiert und begehrt. Die langfristige Sichtweise und strategische Vorgehensweise des Business Development sichern uns die Arbeitsplätze der Zukunft.