Es lohnt sich!

Auf den fast 500 Bohrinseln in der Nordsee beispielsweise verdient eine Hilfskraft 3.000 EUR im Monat, und zwar netto (!) wohlgemerkt. Das lässt sich durch Ausnutzen der von den Firmen angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten noch steigern auf 4.000 EUR für einen Facharbeiter. Das Ingenieursgehalt beträgt 5.000 EUR netto. Auf den Nordsee-Bohrinseln arbeiten etwa 100.000 Männer und Frauen. Der Arbeitsrhythmus sieht in der Regel so aus, dass 16 Tage lang jeweils 12 Stunden am Stück gearbeitet wird. Nach jedem Arbeitseinsatz folgen 24 Urlaubstage. Es gibt auch Bohrinseln mit 21 Tagen Urlaub nach 14 Tagen Arbeit.
International sind circa 2.800 Bohrinseln im Einsatz, auf denen insgesamt rund 1,5 Millionen Arbeitskräfte beschäftigt sind. Im Ausland werden 3.000 $ bis 7.000 $ monatlich verdient, allerdings wird dort 21 Tage gearbeitet und danach gibt es 21 Tage Urlaub.
Sowieso bieten Bohrinseln keine Beschäftigung für Drückeberger, sondern sind etwas für Leute, die bereit sind, für gutes Geld hart zu arbeiten. Doch für die lohnt es sich. Und deshalb lohnt es sich auch, über diese Jobangebote wenigstens einmal nachzudenken.
Bohrinseln, auch Bohrplattformen genannt, dienen der Suche nach Erdgas oder Erdöl im Meer.
Bei dem weltweiten Energiebedarf gehört das Arbeiten auf einer Bohrinsel zu den Jobs mit besten Zukunftsaussichten.

Welche Voraussetzungen sind mitzubringen?

Für das Arbeiten auf einer Bohrinsel sollten Sie geistig, seelisch und körperlich fit, gesund und belastbar sein. Es gibt Jobs für Männer und für Frauen.
Sie sollten über 18 und unter 50 Jahren alt sein. Allerdings spielt es auch eine Rolle, in welchem Bereich Sie arbeiten wollen. Es gibt auch Jobs für Leute über 50 im Bereich Catering z.B.
Wer sich bewirbt, muss grundlegende Englischkenntnisse besitzen, damit eine Verständigung am Arbeitsplatz möglich ist.
Es muss ein ärztliches Gesundheitszeugnis vorgelegt werden.
Auch wer sich als Hilfsarbeiter bewirbt, muss berufliche Grundkenntnisse für die Arbeit auf Bohrinsel besitzen.
Vor Beginn der Arbeit muss eine Sicherheitsausbildung für Bohrinseln absolviert werden.
Die Leistungsbereitschaft für 12 Stunden-Arbeitstage muss vorhanden sein.

Wie ist die Unterbringung und die Versorgung?

Kost und Logis sind grundsätzlich frei, die Zimmer und das Essen kosten nichts. Jeden Tag gibt es vier Mahlzeiten. Bei den Unterkünften handelt es sich um 1- bis 2-Personen-Zimmer mit mindestens Mittelklassestandard bis rauf zum Luxusappartement. Alle Zimmer verfügen über TV, Bad und WC.
Größere Bohrinseln bilden eine kleine Stadt für sich, eine selbstständige Arbeits- und Lebensgemeinschaft von bis zu 1.000 Menschen. Entsprechend groß ist das Versorgungs- und Freizeitangebot. Sie können auf alle Fälle Billard spielen, in Gemeinschaftsräumen fernsehen, den Fitnessraum aufsuchen oder sich in Leseräume zurückziehen.
Meistens gibt es noch Möglichkeiten für Squash, Bowling oder Kegeln. Und einkaufen können Sie natürlich auch.

Welche Motive gibt es noch für Jobs auf Bohrinseln neben der guten Bezahlung?

Fernweh und Lust auf Tapetenwechsel.
Technisches Interesse – Bohrinseln befinden in allen Arbeitsbereichen auf den neuesten Stand der Technik.
Für Langzeitarbeitslose besteht durch Arbeiten auf einer Bohrinsel die Möglichkeit, dem Leerlauf zu entkommen und sich am Arbeitsmarkt neu einzuklinken.